Rückgang der Bevölkerung in ländlichen Regionen des Freistaates Sachsen

Rückgang der Bevölkerung in ländlichen Regionen des Freistaates Sachsen

Das Bundesministerium des Innern schreibt im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung in Deutschland: „In strukturschwächeren ländlichen und städtischen Regionen nimmt die Einwohnerzahl ab. Damit sind für viele Regionen Herausforderungen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Entwicklungsperspektive wie auch ein Anpassungsbedarf bei Infrastrukturen und zur Sicherung der Daseinsvorsorge für die Bevölkerung verbunden.“[1]

Das davon auch der Freistaat Sachsen betroffen ist, belegen die Zahlen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder: Während in Mittelsachsen im Jahr 2011 ca. 320.000 Einwohnerinnen und Einwohner lebten, waren es 2020 rund 301.474 Menschen.

[1] Bundesministerium des Innern (Hrsg.), 2017, S. 10: Jedes Alter zählt. „Für mehr Wohlstand und Lebensqualität aller Generationen. Demografiepolitische Bilanz der Bundesregierung zum Ende der 18. Legislaturperiode.

Der Trend setzt sich in allen sächsischen Landkreisen fort und ist innerhalb des Freistaates Sachsen lediglich in den Städten Dresden und Leipzig umgekehrt.[2] Weil mit dem Rückgang der Bevölkerung auch das soziale Netzwerk schrumpft, stehen weniger Ressourcen zur Verfügung als früher. Dadurch steigt auch die Belastung der einzelnen Pflegepersonen in den Landkreisen. So können z.B. Nachbarn fehlen, die Einkäufe miterledigen, die Mülltonne vor das Haus stellen oder sonstige alltägliche Aufgaben im Sinne einer Nachbarschaftshilfe übernehmen können.

Je kleiner das Unterstützungsnetzwerk ist, desto größer kann die Belastung für einzelne pflegende An- und Zugehörige werden.


[2] https://www.statistikportal.de/de/stadt-land-zahl?spatial=14522000

GUT ZU WISSEN:

 Grundsätzlich gilt: „Je größer das soziale Umfeld ist, desto besser ist dies für einzelne pflegende An- und Zugehörige