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Hintergrund der Schulung

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben gemäß § 45b SGB XI Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich. Dieser Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsge-sicherte Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger sowie zur Förderung der Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags. Der Entlastungsbetrag kann u. a. für Leistungen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag i. S. d. § 45a SGB XI genutzt werden. Durch Rechtsverordnungen bestimmen die Länder das Nähere über die Anerkennung der Angebote einschließlich der Vorgaben zur regelmäßigen Qualitätssicherung. Im Freistaat Sachsen ist die Rechtsgrundlage die Verordnung der Sächsischen Staatsregierung für die Anerkennung und Förderung von Unterstützungsangeboten in der Pflege (Sächsische Pflegeunterstützungsverordnung – SächsPflUVO) vom 31.12.2021.

Voraussetzung für die Anerkennung eines Angebotes zur Entlastung ist der Nachweis über die Teilnahme der Helfenden an einer Basisschulung im Umfang von mindestens 40 Schulungsstunden, sofern sie über keine anderweitige gleich- oder höherwertige fachliche Qualifikation verfügen.

Einführung in die Thematik und Benennung des Ziels der Schulung

Beschäftigte in anerkannten Entlastungsangeboten werden im Einsatz bei Pflegebedürftigen mit besonderen Heraus-forderungen konfrontiert, die u. a. auf die entsprechenden Erkrankungen und Behinderungen zurückzuführen sind. Die Schulung vermittelt Wissen über die Erkrankungs- und Behinderungsbilder, vermittelt Handlungsstrategien in Krisensituationen, Notfällen und bei Verhaltensauffälligkeiten. Es wird sowohl die Beachtung der Gesamtsituation der Pflegebedürftigen als auch der pflegenden Angehörigen thematisiert. Zudem werden gesetzliche Grundlagen und Kommunikationskompetenzen vermittelt. Hauswirtschaftliche Inhalte stehen ebenfalls auf dem Lehrplan, werden alerdings nur rudimentär behandelt. Ziel der Schulung ist die Sicherung der Qualität in der Versorgung Pflegebedürftiger.